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Pressemitteilung von Mobil ohne Auto 15.06.2008Fast eine Viertelmillion Menschen aktiv für Klimaschutz und Gesundheit beim Aktionstag von Mobil ohne Auto in Baden-Württemberg„Fahrradland Baden-Württemberg“ wahr machen - Auto fahren verbilligen schadet dem Klima Heute am 19. "Mobil ohne Auto"-Aktionstag und AOK-Radsonntag in Baden-Württemberg nahmen trotz eher kühler Witterung bereits mittags landesweit wieder 245.000 Menschen teil. Das Trägerkreismitglied AOK meldete allein beim AOK-Radsonntag 125.000 Radler auf 104 Strecken. Die Initiative „Vorfahrt für die Schöpfung“ der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) war wieder mit zahlreichen Gottesdiensten im Grünen und Gemeindefesten beteiligt. Auch in anderen Bundesländern fanden wieder Aktionen statt. Schwerpunkte waren Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. „Ich bin jedes Mal überwältigt, wie viele Menschen aktiv für den Klimaschutz an unseren Aktionen teilnehmen und wie viele ehrenamtliche Helfer seit Jahren dabei sind!“ sagte Monika Herrmann-Lobreyer als Geschäftsführerin des Trägerkreises von Mobil ohne Auto. Mit über 100 Veranstaltungen in mehr als 200 Orten und rund 150 gesperrten Straßenkilometern im Land konnte das hohe Niveau des Vorjahres gehalten werden. „Besonders die Radveranstaltungen werden hervorragend angenommen,“ sagt Landeskoordina-torin Monika Herrmann-Lobreyer: „Das zeigt, dass wir als „Fahrradland Baden-Württemberg“ noch große Potentiale haben. Nun ist die Landesregierung gefordert, zu ihrem Wort zu stehen und im Interesse des Klimaschutzes und der Gesundheit für bessere Rahmenbedingungen beim Radfahren zu sorgen.“ Ein Beispiel sei die Fahrradmitnahme in Zügen, für die es keine Reservierungsmöglichkeit und damit auch keine Sicherheit für eine Reiseplanung gibt. Ein drängendes Problem auf kommunaler Ebene sei immer noch die Sicherheit des Radfahrers im Straßenraum. Das Auto fahren zu subventionieren schade jedenfalls dem Klima und sei damit keine Lösung. Die großen autofreien Strecken sind jedes Mal wieder ein besonderes Erlebnis für die Besucher. Heute hieß es vielerorts „Straße frei für Fußgänger, Radfahrer, Pferdekutschen, Inliner oder jegliche andere abgasfreie Verkehrsmittel“, der öffentliche Personennahverkehr war natürlich zugelassen. Im Nagoldtal wurde gleich drei Tage gefeiert. Helmut Weber, der Organisator dieser bisher beispiellosen Veranstaltung spricht von „einem noch nicht da gewesenen Ereignis“. Beim „10. Mobil ohne Auto im Oberen Nagoldtal“ waren heute 45.000 Teilnehmer auf der 40 km langen Strecke. Beim 5. grenzüberschreitenden, autofreien Begegnungs- und Erlebnistag „SlowUp Hochrhein“ wurden 35.000 Teilnehmer gemeldet. Beim AOK-Radsonntag und der Aktion „Lebendiger Neckar“ waren schon mittags 70.000 Radler zwischen Mannheim und Eberbach im Rhein-Neckar-Kreis und 25.000 Radler bei der Aktion „Natürlich mobil“ zwischen Heilbronn und Mosbach im Neckartal auf der gesperrten B 27 und K 2000 unterwegs. Auch an vielen anderen Orten waren die lokalen und regionalen Veranstaltungen wieder gut besucht, so zum Beispiel im gesperrten im Würmtal bei Pforzheim, im Maurener Tal bei Böblingen, im Bächetal bei Tuttlingen und erstmals zwischen Althengstett und Gechingen. Die besonders hohe Resonanz des bundesweiten Aktionstages in Baden-Württemberg sei auf die breite gesellschaftliche Basis des ältesten Aktionsbündnisses für nachhaltige Mobilität zurückzuführen, dem Verbände, Vereine, die Landeskirchen, Institutionen und andere Interessengruppen angehören. Im kommenden Jahr findet der 20. Aktionstag von Mobil ohne Auto in Baden-Württemberg am 21. Juni statt. Staatssekretär im baden-württembergischen Innenministerium, Rudolf Köberle, ist Schirmherr der Aktion Mobil ohne Auto, die zeigen soll, dass der bewusste Umgang mit der Mobilität und die Verwendung umweltfreundlicher Verkehrsmittel in der Freizeit und im Alltag sich lohnen und Spaß machen. Trotz umfangreicher Straßensperrungen für den Autoverkehr wurden keine gravierenden Zwischenfälle bekannt. Die 9 Sperrungen von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie mehreren Innenstädten und innerörtlichen Straßen von den Autofahrern gut akzeptiert.
Landeskoordination Mobil ohne Auto in Baden-Württemberg, Tel. (0711) 714768
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