PRESSEMITTEILUNG Juni 2008
Am 15. Juni ist Aktionstag „Mobil ohne Auto“
Staatssekretär Rudolf Köberle:
»Wir wollen Baden-Württemberg zum Fahrradland machen.«
Landesweit werden mindestens eine Viertelmillion Teilnehmer erwartet
„Der Aktionstag ‚Mobil ohne Auto’ soll den Bürgerinnen und Bürgern einen Anstoß geben, im Alltag und in der Freizeit verstärkt umweltfreundliche Fortbewegungsmittel zu nutzen. Wir laden die Bevölkerung ein, beim autofreien Sonntag mitzumachen.“ Das sagten der Schirmherr, Verkehrsstaats-sekretär Rudolf Köberle, und die Landeskoordinatorin des Aktionstags, Monika Herrmann-Lobreyer, am Mittwoch, 11. Juni 2008, in Stuttgart.
Die Landeskoordination von „Mobil ohne Auto“ (MOA) erwarte am 15. Juni, dem 28. bundesweiten autofreien Sonntag, mindestens eine Viertelmillion Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Aktion „Mobil ohne Auto“ im Land kooperiere u.a. mit dem Radsonntag der AOK Baden-Württemberg und der Initiative „Vorfahrt für die Schöpfung“ der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).
„Bei derzeit über 100 gemeldeten Veranstaltungen in über 200 Orten beteiligen sich ebenso viele Menschen wie in den vergangenen Jahren an den Vorbereitungen zum Aktionstag“, sagte Monika Herrmann-Lobreyer. Insbesondere die hohe Anzahl der Radveranstaltungen, aber auch der kirchlichen Veranstal-tungen, der örtlichen Kooperationen und der kleineren verkehrs- und umweltpolitischen Aktionen seien Zeichen für das anhaltende Interesse der Bevölkerung an Klimaschutz, Umweltschutz, Bewegung und Gesundheit.
„Die Landesregierung unterstützt die Aktion. Wir wollen das Autoland Baden-Württemberg auch zum Fahrradland machen und den Fahrradanteil an der gesamten Verkehrsleistung deutlich erhöhen“, sagte Köberle.
Etwa jeder zweite mit einem Auto zurückgelegte Weg liegt unter sechs Kilometern. „Das sind Entfernungen, die in vielen Fällen bequem mit dem Fahrrad bewältigt werden können - dem Umweltschutz und der eigenen Gesundheit dient es auch“, so Köberle.
„Natürlich Mobil“ im Neckartal zwischen Heilbronn und Mosbach (34 Kilometer), die Aktion „Lebendiger Neckar“ zwischen Eberbach und Mannheim (60 Kilometer insgesamt, Straßen-sperrung 16 Kilometer), „Mobil ohne Auto im Oberen Nagoldtal“ (40 Kilometer) und die grenzüberspannende Aktion „SlowUp-Hochrhein“ (32 Kilometer) seien die vier größten Veranstaltungen mit umfangreichen Straßensperrungen und den meisten Besuchern. Weitere attraktive Veranstaltungen mit kleineren Straßensperrungen gebe es im Maurener Tal (Landkreis Böblingen), im Bächetal (Landkreis Tuttlingen) und im Würmtal (Enzkreis). Insgesamt seien in diesem Jahr über 140 Kilometer Straßen für den motorisierten Verkehr gesperrt. Daneben ermögliche die Kooperation von „Mobil ohne Auto“ mit dem AOK-Radsonntag ein nahezu flächendeckendes Netz an Veranstaltungen in ganz Baden-Württemberg.
Besondere Angebote seien beispielsweise das dreitägige Fest in Nagold zum 10-jährigen Jubiläum, Aktivitäten am Wasser bei der Veranstaltung Lebendiger Neckar in Mannheim und Heidelberg und weiteren Orten, das grenzüberschreitende SlowUp-Hochrhein, Sonderfahrten mit historischen Straßenbahnen in Stuttgart oder mit dem Schiff auf dem Neckar und das Night-Skating im Nagoldtal am Vorabend der Aktion. Eine Vielfalt attraktiver Radtouren, Wanderungen, fachkundlicher Führungen, Ausstellungen, Inliner- und Fahrradkurse, Gottesdienste im Grünen und Festveranstaltungen ergänzten das Angebot.
Einen Überblick aller bisher gemeldeten Mobil ohne Auto-Aktionen in den 44 baden-württembergischen Stadt- und Landkreisen bietet das Internet unter
www.moa-bw.de und www.im.baden-wuerttemberg.de.
Dem Trägerkreis des Aktionstages gehören die vier Landeskirchen und namhafte Verbände, Vereine und Institutionen aus den Bereichen Gesundheit, Sport, Umwelt und Verkehr an. Die Mitglieder setzen sich für ein Umdenken in der Verkehrs-politik und im Verkehrsverhalten ein und wollen aufzeigen, wie man in der Freizeit und im Alltag auch ohne Pkw vorankommt. Ziel von Mobil ohne Auto ist es, die Bevölkerung vor Ort durch Mitmachen und eigenes Erleben zu einem umweltbewussteren Umgang mit den Verkehrsmitteln zu bewegen und somit zu Klimaschutz, Erhalt von Mobilität und Wirtschaftlichkeit beizutragen.
Die Landeskoordinatorin des Trägerkreises von Mobil ohne Auto (MOA) in Baden-Württemberg, Dr. Monika Herrmann-Lobreyer, steht Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung:
Tel.(0711) 714768
E-Mail: info@moa-bw.de
Internet: http://www.moa-bw.de