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Der Trägerkreis von MOA in Baden-Württemberg ist ein Zusammenschluss von Verbänden, Vereinen und anderen Institutionen und Interessengruppen, die ein breites gesellschaftliches Spektrum repräsentieren. Er ist offen für alle gesellschaftlichen Gruppen, die eine Änderung des modal-splits(1) zu Gunsten des Umweltverbunds (2) unterstützen. Das zentrale Anliegen ist, unsere zukünftige Mobilität sozial, kulturell, ökologisch und ökonomisch zu gestalten.Dabei sind die Mitglieder einig, dass das Auto im modal-split eine immer noch wichtige Rolle spielt, deren Platz in der Mobilitätskette weniger dominant, vielmehr integriert gestaltet sein sollte.Umwelt und Verkehr profitieren von einer Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) meinen die umweltorientierten Mitglieder des Trägerkreises. Weniger automobiler Verkehr dient unserer Gesundheit, dem Sozialverhalten, der Umwelt und der Ruhe, besonders an Sonntagen. Hintergrund Die Emissionen von Stäuben, „insbesondere von kleinen und sehr kleinen Partikeln des Schwebstaubes, stehen aufgrund ihrer gesundheitlichen Relevanz besonders im Blickfeld der Luftreinhaltepolitik. Aktuell diskutiert werden mögliche Maßnahmen, um die seit 1. Januar 2005 gültigen EU-Grenzwerte für Feinstaub-Konzentrationen in der Luft einzuhalten. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamts summierten sich die Gesamtstaubemissionen durch Verkehr, Feuerungsanlagen sowie industrielle und andere Prozesse in Baden-Württemberg im Jahr 2002 auf rund 26 500 Tonnen. Davon entfielen gut 15 700 Tonnen auf Feinstäube (PM 10-Staub), das sind Partikel mit einem Durchmesser von maximal einem hundertstel Millimeter.“ Damit wird der „der Hauptteil der jährlichen Feinstaubemissionen (...) durch den Sektor Verkehr verursacht, dessen Anteil mit fast 6 900 Tonnen (ohne Staubaufwirbelung) zuletzt bei knapp 45 Prozent lag.“ (...) „Rund drei Viertel der Feinstaubemissionen des Straßenverkehrs sind abgasbedingt. Das verbleibende Viertel geht auf Reifen- und Bremsabrieb zurück. Nach neueren Untersuchungen(3) betragen die Aufwirbelungen von Feinstäuben durch den Straßenverkehr die rund dreifache Menge der Emissionen durch Reifen- und Bremsabrieb. Die abgasbedingten Emissionen waren den Berechnungen auf der Grundlage des aktuellen Emissionshandbuches(4) zuletzt spürbar rückläufig (minus 40 Prozent seit 1995). Nach Fahrzeugarten verteilen sich die abgasbedingten Feinstaub-Emissionen zu 45 Prozent auf den Pkw-Verkehr, insbesondere Diesel-Pkw, deren Bestandsanteil in den letzten Jahren überproportional zugenommen hat. Rund 55 Prozent der abgasbedingten Feinstaubemissionen im Straßenverkehr entfallen auf leichte und schwere Lkw einschließlich Busse. Sowohl bei leichten Lkw als auch bei schweren Lkw bleiben die Minderungserfolge trotz abgasmindernder Maßnahmen noch deutlich hinter den bei Pkw erzielten Erfolgen zurück"(Statistisches Landesamt Baden-Württemberg 2004). Mit Inkrafttreten der neuen Luftqualitätsrahmenrichtlinie der EU am 1. Januar 2005 sind die Länder und Kommunen gefordert ihre Anstrengungen zu verstärken, um die Luftbelastung zu reduzieren. Auch angesichts der Fahrleistungen, die sich in Baden-Württemberg überdurchschnittlich erhöht haben (Bundesdurchschnitt 8 %, BW 18 %), sind alle Anstrengungen, den modal-split in Richtung einer verstärkten Nutzung des Umweltverbundes zu verschieben dringend geboten. Gleichzeitig zeigen der Heilbronner Ozonversuch und seine öffentliche Resonanz sowie das wachsende Interesse von Bürgerinnen und Bürgern an autofreien Sonntagen, die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger umzusteigen, wenn ein entsprechendes öffentliches Angebot von Bus und Bahn vorhanden ist und die Wegekette stimmt. |
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