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Es begann 1981Es waren Christen in Sachsen-Anhalt, die 1981 das erste Mal das Auto in einer gemeinsamen Aktion stehen ließen. Zehn Jahre später hatte sich die Aktion unter dem Namen Mobil ohne Auto (MOA) bundesweit ausgedehnt. Seither unterstützen engagierte Bürger, die Kirchen, Umwelt-, Heimat- und Sportverbände und Teile der öffentlichen Verwaltung auf breiter Basis dieses Mobilitätsverständnis, das nicht auf das Auto zentriert ist. Vergleichbare Initiativen in England, Frankreich und Russland unterstreichen das breite Bündnis weiterhin. Seit Mitte der 90er Jahre findet die Aktion Mobil ohne Auto bundesweit wie auch im „Ländle“ ein begeistertes Echo: Bis zu 500 000 Menschen waren in Baden-Württemberg schon am autofreien Sonntag, dem dritten Sonntag im Juni, unterwegs. Immer öfter werden Landes- und Bundesstraßen für Autos gesperrt. Billige Tagestickets für Bus und Bahn machen in vielen Regionen das autofreie Angebot verlockend. Große Radler- und Inliner-Veranstaltungen, allen voran seit vielen Jahren der landesweite AOK-Radsonntag, aber auch Straßen- und Bahnhofsfeste tragen zur Attraktivität des Aktionstages Mobil ohne Auto bei. In Baden-Württemberg genossen 2005 erneut über eine halbe Menschen an über 120 Orten die von den Organisatoren des Mobil ohne Auto-Aktionstages vorbereiteten Angebote zu autofreier Mobilität mit Rädern, Inlinern, Füßen, Bussen, Bahnen und Schiffen. Schwerpunkte waren in der Rhein-Neckar-Region, im Neckartal zwischen Heilbronn und Mosbach, im Nagoldtal, am Bodensee, am Hochrhein und im großen Lautertal. Seit dem Jahr 2000 findet jährlich die „European Mobility Week“ vom 16.-22. September statt, die mit einem europaweiten autofreien Tag am 22. September endet (www.mobilityweek-europe.org). Beide Aktionstage streben eine langfristige Reduzierung des automobilen Verkehrs an. Autofreie Aktionstage oder autofreie Erlebnistagen liegen im Trend, wie die Zusammenstellung des UPI - Umwelt- und Prognose-Institut e.V. belegt (www.upi-institut.de). So sind die Möglichkeiten dieser neuen Freizeitkultur nicht nur vom Stadt- und Tourismusmarketing entdeckt worden. Immer öfter finden autofreie Tage in Deutschland und anderen europäischen Ländern deshalb auch außerhalb von landesweiten und bundesweiten Aktionstagen statt. Dabei wird „eine sonst viel befahrene Bundes- oder Landesstraße für einen Sonntag auf einer Länge zwischen 15 und 140 Kilometern für den Autoverkehr gesperrt. Zehn- bis Hunderttausende Besucher nutzen diese Gelegenheit und sind zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Inline-Skates oder mit Pferdekutschen unterwegs. Sie genießen es, die Idylle der Landschaft ohne Verkehrslärm zu erleben, in der frischen Luft unterwegs zu sein und die Heimat auf eine neue Art kennen zu lernen. Von Jahr zu Jahr werden es mehr Landschaften, die so einmal im Jahr für den motorisierten Verkehr gesperrt werden“(UPI). Dem Aktionsbündnis von Mobil ohne Auto ist es wichtig, dass bei den autofreien Aktionstagen kein zusätzlicher Verkehr entsteht, und vor Ort ausreichende Angebote durch den öffentlichen Personennahverkehr angeboten werden. In Baden-Württemberg können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Homepage des 3-Löwen-Takts (www.3-loewen-takt.de) über Fahrtmöglichkeiten und Fahrpreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkundigen. |
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